Beitrag teilen

Die Corona-Pandemie hat Welt und Wirtschaft im Frühjahr 2020 zu weitgehendem Stillstand gebracht. Trotz umfangreicher Staatshilfen sind die Folgen für die deutsche Wirtschaft noch nicht ansatzweise absehbar. Frühe Zahlen deuten an, dass die Pandemie binnen Wochen eine gewaltige Bugwelle aufgebaut hat, die schon kurzfristig viele Arbeitsplätze und Unternehmensexistenzen kosten kann. Laut Münchner Ifo-Institut arbeitet bereits die Hälfte der deutschen Wirtschaft zumindest in Teilen kurz und 20 Prozent planen aktuell bereits mit weniger Jobs. Jedem ist klar, dass die Welt nach Corona nicht mehr dieselbe sein wird. Märkte und Unternehmen werden nicht mehr dieselben sein. Angesichts dessen sind neue Ideen, Innovationen, Handlungsweisen oder Mindsets und Strategien gefragt. Von diesen Veränderungen hängt jetzt akut das unternehmerische Überleben ab. Notwendig waren sie aber schon lange vor der Corona-Krise.

Ein Virus als Brennglas für den überfälligen Change

Seit Jahren stehen Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf der Agenda der Unternehmen. Genauso lange schon betreten Start-ups in diesen Bereichen die Märkte und haben sich quasi über Nacht zu großen Playern entwickelt. Manches etablierte Unternehmen war durch radikale Transformation mit dabei, aber die Mehrheit der Wirtschaft steckte zu diesen Themen bis heute bestenfalls in der Planungsphase oder hat gerade einmal ein paar alte Prozesse hier und da digitalisiert beziehungsweise ein Stück nachhaltiger gemacht. Am großen Sprung hat es dabei meist gefehlt. Die Zeichen der neuen Zeit haben vielleicht hier und da am Status quo gekratzt, aber insgesamt noch nicht die Bequemlichkeit erschüttert. Warum dann gewohnte Strukturen aufbrechen und alte Zöpfe abschneiden? Man hat sich den Rat von Business-Coaches oder Wirtschaftsprofis angehört, ihre Mahnungen zum „Abgehängt Werden“ dann aber doch einfach verdrängt. Nun drängen diese Ermahnungen zu Veränderungen mehr denn je – das neue Coronavirus macht die Notwendigkeit zum Change zum Top-Thema für jeden Unternehmer.

Agieren statt reagieren: Von Grund auf neu denken

Die ersten Wochen der Corona-Krise deuten es bereits an. Eine große Mehrheit der Menschen und Unternehmensverantwortlichen blickt vor allem auf Lockerungen, scheinbare Normalisierung oder eine Rückkehr zum Leben davor. Aber selbst wenn sehr schnelle medizinische Fortschritte mit wirksamen Impfstoffen das erlauben würden, hat das globale Leben und die Weltwirtschaft längst einen irreparablen Schaden genommen. Jeder hatte bisher wahrscheinlich Rückschläge oder -schritte auf seinem persönlichen Radar, aber niemand hat wirklich damit gerechnet – oder sogar Pläne gemacht –, dass die altbekannte Welt eines Tages vollständig aus den Fugen geraten könnte. Nun ist genau das passiert. Es ist eine natürliche Antwort, darauf zunächst unmittelbar zu reagieren. Aus diesen Reaktionen entwickelt sich aber keine Zukunftsfähigkeit. Sie bedeuten nur, sich Schritt für Schritt in die eine oder andere Richtung treiben zu lassen. Dabei ist es jetzt wichtiger denn je, mutig und unkonventionell an mehr als einen Schritt auf einmal zu denken.

Der Zeitpunkt ist jetzt

Die grundsätzlichen Anforderungen an Unternehmensveränderungen durch ein radikales Umdenken haben sich durch Corona nicht wesentlich verschoben. Sie sind nur dringender denn je geworden. Es mag heute wie vor Corona viele Bedenken oder Zweifel angesichts von Veränderungen geben. Jetzt ist aber vor allem Mut gefragt, ohne große Vorbehalte konkret und sofort zu handeln. Waren früher direkte Lieferketten wichtig, werden es morgen belastbare, flexible Netzwerke. Hier und in vielen anderen Bereichen liegen große und viele Chancen. Durch die Corona-Krise wird vielleicht endlich das möglich, was viele Unternehmen schon lange gebraucht haben – sie kann den entscheidenden Impuls für die Zukunft geben, den die Mehrheit der Unternehmen gebraucht hat. Nutzen Sie Corona für diesen Change.

Beitrag teilen
WhatsApp chat