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Der Weg zum resilienten Unternehmen: Erfolgreiche Transformation beginnt an den Wurzeln

von | Sep 28, 2020 | #Digitaletransformation, #Digitalisierung, #Digitalisierungleben, #Digitalisierungsstrategie, #Wachstum

Agilität und Flexibilität, Digitalisierung und Kundenzentrierung – unter diesen Oberzielen richten sich zukunftsorientierte Unternehmen schon länger neu aus. Manche sind weit vorangeschritten, andere dagegen noch am Anfang des Transformationsprozesses. Die Notwendigkeit zu Veränderungen ist aber praktisch jedem bewusst. Allerdings orientierten sich die Erwartungen dahinter bisher überwiegend an einer besseren Wettbewerbsfähigkeit in immer dynamischeren Märkten mit zusätzlich wachsenden Kundenanforderungen. Einen anderen wichtigen Aspekt der Transformation hatten nur wenige auf der Rechnung: die Krisenstabilität oder Resilienz ihres Unternehmens.

Die Zeit der zaghaften Schritte ist vorbei

Im neuen Jahrtausend traten vorwiegend in Asien schon einige größere Epidemien auf. Sie blieben überwiegend lokal begrenzt und endeten nach einigen Wochen oder Monaten. Nun hat das neue Coronavirus binnen kürzester Zeit diesen Rahmen gesprengt und sich zur weltweiten Pandemie entwickelt. Die bedroht nicht nur Menschenleben, sondern auch Unternehmen. Spätestens der Lockdown in vielen Ländern zeigte ihre große Verwundbarkeit bis hin zum Existenzkampf. Es ist klar geworden, dass nur Unternehmen mit hoher Wandlungsfähigkeit diese Schwäche überwinden und den Kampf gewinnen können. Dabei geht es nicht nur um Resilienz für künftige Krisen. Schon die ungewisse Dauer der Corona-Krise lässt keinen Raum mehr zum Abwägen oder Abwarten.

Wer bereits vor Corona auf Digitalisierung gesetzt hat, konnte nun deutlich flexibler reagieren. Insbesondere digitale Geschäftsmodelle waren nun erfolgreich oder noch einmal erfolgreicher als zuvor ohnehin schon. Doch auch diejenigen, die zumindest ihre Arbeitsprozesse zu einem hohen Grad digitalisiert hatten, haben die Anfangszeit der Krise überwiegend gut durchgestanden. Ganz anders sieht es bei denen aus, deren Arbeit und Geschäft immer noch ausschließlich in der realen Welt stattfindet. Sie befinden sich größtenteils in einiger wirtschaftlicher Schieflage oder sind akut von der Pleite bedroht. Teilweise stehen sie schon an einem Punkt, an dem ein Umsteuern nicht mehr möglich ist. Alle anderen sollten dagegen spätestens jetzt ihre Transformation beginnen oder frühere Bestrebungen intensivieren.

Die Mitarbeiter entscheiden über den gesamten Erfolg

Auf der einen Seite brauchen Unternehmen viel Digitaltechnik und innovative Geschäftsmodelle für den Wandel. Beides erhält aber erst Effektivität und Wert, wenn die Mitarbeiter in ihrer Arbeit und ihrem Denken den Wandel konkret leben und vorantragen. Auch sie müssen sich verändern, alte Strukturen ablegen, flexibler werden und Lust auf Neues entwickeln. Zu dieser persönlichen Weiterentwicklung zählt auch die Weiterbildung in den neuen Technologien und ihren Möglichkeiten.

Zugleich brauchen sie Mut und Ermutigung, kreativer und unkonventioneller zu denken, damit das Unternehmen insgesamt agiler und innovativer werden kann. Das gelingt nur in einer offenen Unternehmenskultur, in der jeder motiviert ist, sich einzubringen. Andererseits dürfen schlechte oder gescheiterte Ideen keinen individuellen Makel mehr bei denen zurücklassen, die sie hatten. Fehler, Scheitern, aber vor allem die Lehren daraus sind wichtige Schritte des Transformationsprozesses und der Weiterentwicklung. Zusammengenommen ist also eine für die meisten ganz neue Unternehmenskultur notwendig, die Unternehmen beginnend an der Basis resilient macht und auch darüber hinaus besser für die wirtschaftliche Zukunft aufstellt.

Für diese dringend notwendige Transformation braucht es nicht viel Kapital oder eine jahrelang vorbereitete Strategie. Dafür genügt ein Startsignal der Unternehmensführung sowie der Mut und der Wille, ab jetzt alles anders zu machen. Es ist höchste Zeit.

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